Beim Augenlasern müssen Sie weder blinzeln noch Ihr Auge bewusst ruhig halten können, damit die Behandlung gelingt. Ein sogenannter Lidsperrer hält die Lider geöffnet, während der Eye-Tracker Augenbewegungen in Echtzeit erfasst und ausgleicht. Sollte das System das Auge einmal nicht sicher verfolgen können, pausiert der Laser. Die Sorge, im entscheidenden Moment etwas „falsch zu machen“, können wir Ihnen somit nehmen. In diesem Beitrag erklären wir, was in diesen Momenten tatsächlich geschieht und wie Sie sich gut vorbereitet fühlen können.
Warum sorgen sich viele Patientinnen und Patienten vor dem Blinzeln?
Das Auge ist eines der empfindlichsten Organe des Körpers, und der Lidschlussreflex schützt es täglich vor Fremdkörpern und Austrocknung. Der Gedanke, dass bei der Behandlung ein Laserstrahl auf das Auge gerichtet ist, löst deshalb bei vielen Menschen zunächst Unbehagen aus. Hinzu kommt die Vorstellung, man müsse mehrere Minuten völlig regungslos in einen Lichtpunkt starren.
Diese Vorstellung entspricht nicht dem tatsächlichen Ablauf. Die eigentliche Laserzeit ist sehr kurz und beträgt je nach Verfahren und Befund in der Regel nur wenige Sekunden bis etwa eine Minute pro Auge. Die moderne Lasertechnik ist zudem darauf ausgelegt, natürliche Reaktionen des Körpers zu berücksichtigen, statt sie von Ihnen zu verlangen.
Was passiert, wenn ich beim Augenlasern blinzle?
Blinzeln ist während der Behandlung in der Regel nicht möglich, und das ist beabsichtigt. Vor Beginn erhalten Sie betäubende Augentropfen, die das Auge unempfindlich machen. Anschließend setzen wir einen sogenannten Lidsperrer ein. Dieses kleine Instrument hält die Lider sanft offen, sodass das Auge für die Dauer der Laseranwendung frei zugänglich bleibt.
Durch die Betäubung und den Lidsperrer entstehen für Sie folgende Effekte:
- Ein Lidschlag kann die Behandlung nicht unterbrechen oder stören.
- Der Lidsperrer wird von den meisten Patientinnen und Patienten nicht als schmerzhaft beschrieben, sondern eher als ungewohnt.
- Das Auge trocknet in dieser kurzen Zeit nicht aus, da das Behandlungsteam die Hornhaut bei Bedarf mit Tropfen befeuchtet.
Sie müssen sich also nicht krampfhaft versuchen, nicht zu blinzeln. Entspannen Sie sich einfach und atmen Sie ruhig weiter.
Was passiert, wenn ich mein Auge bewege?
Kleine Augenbewegungen gehören zum Sehen dazu. Selbst wenn Sie einen Punkt bewusst fixieren, führt das Auge unwillkürlich winzige Bewegungen aus, die Sie gar nicht bemerken. Hinzu kommen Kopfbewegungen durch Atmung oder Puls. Moderne Lasergeräte, wie der Excimer- und Femtosekundenlaser, sind deshalb mit einem Eye-Tracker ausgestattet.
Ein Eye-Tracker funktioniert vereinfacht gesagt so: Eine Kamera verfolgt die Position Ihres Auges und gleicht den Laserstrahl in Echtzeit daran an. Je nach System geschieht dies mehrere hundert bis über tausend Mal pro Sekunde. Bewegt sich Ihr Auge minimal, folgt der Laserstrahl dieser Bewegung mit.
Kommt es zu einer größeren, plötzlichen Bewegung, die der Eye-Tracker nicht mehr ausgleichen kann, unterbricht der Laser seine Arbeit automatisch. Die Behandlung wird in diesem Fall pausiert, die Position wird neu ausgerichtet, und wir können die Anwendung anschließend an der richtigen Stelle fortsetzen. Eine versehentliche Bewegung führt also nicht dazu, dass der Laser „danebenschießt“.
Worauf Sie Ihren Blick während der Behandlung richten
Während des Lasers blicken Sie auf ein Fixationslicht, meist ein kleines, leuchtendes Signal. Dieses Licht gibt Ihrem Auge einen Anhaltspunkt, damit es sich möglichst wenig bewegt. Es kann sein, dass das Licht zeitweise unscharf wird oder Sie es kaum noch wahrnehmen. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.
Wichtig ist, dass Sie nicht aktiv versuchen, das Licht „festzuhalten“. Schauen Sie ruhig und entspannt in dessen Richtung. Wenn das Licht verschwimmt, bleibt es ausreichend, einfach geradeaus zu blicken. Das Behandlungsteam begleitet Sie während des gesamten Ablaufs, spricht mit Ihnen und sagt Ihnen, was als Nächstes geschieht.
Besonderheiten bei verschiedenen Laserverfahren
Je nach Verfahren gibt es leichte Unterschiede im Ablauf, etwa bei SMILE®pro, Femto-LASIK oder TransPRK. Ob und welches Verfahren für Sie infrage kommt, hängt von Ihrem individuellen Befund ab und wird in der Voruntersuchung besprochen.
Bei Verfahren mit einem Femtosekundenlaser wird das Auge für wenige Sekunden mit einem speziellen Kontaktglas leicht fixiert. In dieser Phase kann das Sehen kurzzeitig dunkler oder verschwommener werden, und Sie spüren möglicherweise einen leichten Druck. Das Auge ist währenddessen stabil gehalten, sodass Sie in diesem Moment ohnehin kaum Bewegungsspielraum haben. Der Druck ist rasch vorüber und wird von den meisten Patientinnen und Patienten als gut aushaltbar beschrieben.
Beim anschließenden Excimerlaser-Schritt kommt der Eye-Tracker zum Einsatz, der Bewegungen während der Abtragung ausgleicht. Auch die Drehung des Auges im Liegen (Zyklotorsion) kann von modernen Systemen vor der Behandlung erfasst und berücksichtigt werden.
Was Sie selbst tun können, um ruhig zu bleiben
- Informieren Sie uns vorab, wenn Sie zu Husten- oder Niesreiz neigen oder sich in liegender Position unwohl fühlen.
- Atmen Sie gleichmäßig und bleiben Sie locker im Nacken- und Schulterbereich.
- Verkrampfen Sie nicht die Hände, sondern lassen Sie sie entspannt auf dem Körper ruhen.
- Sagen Sie jederzeit Bescheid, wenn Sie sich unwohl fühlen. Das Team kann eine Pause einlegen. Wenn Sie sehr angespannt sind, kann in Absprache eine leichte Beruhigung eine Option sein.
Und nach der Behandlung: Darf ich blinzeln und die Augen bewegen?
Nach dem Laser dürfen Sie blinzeln, und das Blinzeln ist für die Benetzung des Auges sogar wichtig. Das Auge fühlt sich in den ersten Stunden häufig trocken, sandig oder leicht gereizt an. Vom Reiben sollten Sie in der Heilungsphase unbedingt absehen, da dies die Hornhaut beeinträchtigen kann. Verwenden Sie die verordneten Augentropfen genau nach Anweisung, und halten Sie die Kontrolltermine ein. Über Details zu Schutzmaßnahmen, Sport, Make-up und Bildschirmarbeit informiert Sie Ihr Behandlungsteam individuell.
Unser Fazit: Blinzeln beim Augenlasern
Weder Blinzeln noch kleine Augenbewegungen gefährden in der Regel den Erfolg einer Laserbehandlung. Der Lidsperrer verhindert den Lidschlag, der Eye-Tracker gleicht kleine Bewegungen aus, und bei größeren Abweichungen pausiert der Laser automatisch. Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, besprechen wir diese gern persönlich in der Voruntersuchung. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin im Augenlaserzentrum EN.
Häufig gestellte Fragen zum Augenlasern
Nein, während der Laseranwendung ist ein Lidschlag in der Regel nicht möglich. Nach den betäubenden Augentropfen setzt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen Lidsperrer ein, der die Lider sanft offenhält. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben ihn nicht als schmerzhaft, sondern lediglich als ungewohnt. Damit das Auge nicht austrocknet, befeuchtet das Behandlungsteam die Hornhaut bei Bedarf. Sie müssen also nicht gegen den Blinzelreflex ankämpfen, sondern können ruhig weiteratmen.
Kleine Augenbewegungen werden vom Eye-Tracker erfasst und in Echtzeit ausgeglichen, sodass der Laserstrahl in der Regel der Position Ihres Auges folgt. Bei einer größeren, plötzlichen Bewegung, die das System nicht mehr ausgleichen kann, pausiert der Laser automatisch. Die Position wird anschließend neu ausgerichtet, und die Behandlung kann an der richtigen Stelle fortgesetzt werden. Eine versehentliche Bewegung führt daher nicht dazu, dass der Laser an der falschen Stelle arbeitet.
Sie sollten ruhig liegen und in Richtung des Fixationslichts blicken. Eine perfekte Regungslosigkeit wird jedoch nicht erwartet, denn selbst beim bewussten Fixieren führt jedes Auge winzige, unwillkürliche Bewegungen aus. Der Eye-Tracker berücksichtigt diese natürlichen Mikrobewegungen. Wenn Sie zu Husten- oder Niesreiz neigen oder sich im Liegen unwohl fühlen, sagen Sie uns das bitte vorab, damit wir den Ablauf darauf abstimmen können.
Das kann während der Behandlung vorkommen, zum Beispiel wenn das Licht verschwimmt oder kurzzeitig dunkler wird. Besonders bei Verfahren mit Kontaktglas ist das normal. Blicken Sie in diesem Fall einfach weiter ruhig geradeaus und versuchen Sie nicht, das Licht aktiv zu suchen oder festzuhalten. Das Behandlungsteam spricht während des gesamten Ablaufs mit Ihnen und sagt Ihnen, was als Nächstes geschieht.
Die reine Laserzeit beträgt je nach Verfahren und individuellem Befund in der Regel nur wenige Sekunden bis etwa eine Minute pro Auge. Der gesamte Termin ist länger, da Vorbereitung, Betäubung, Positionierung und eine kurze Nachkontrolle dazukommen. Welches Verfahren für Sie infrage kommt, klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt in der Voruntersuchung.
Ja, Blinzeln ist nach der Behandlung erlaubt und sogar wichtig, da es das Auge benetzt. In den ersten Stunden fühlt sich das Auge häufig trocken, sandig oder leicht gereizt an. Reiben Sie die Augen in der Heilungsphase bitte nicht, da dies die Hornhaut beeinträchtigen kann. Verwenden Sie die verordneten Augentropfen genau nach Anweisung und nehmen Sie die Kontrolltermine wahr.
Sollten Sie während der Behandlung plötzlich husten oder niesen müssen, informieren Sie das Behandlungsteam sofort. Moderne Lasersysteme können die Behandlung bei Bedarf pausieren. In den meisten Fällen lässt sich die Behandlung anschließend problemlos fortsetzen.
Viele Patientinnen und Patienten haben vor dem ersten Eingriff am Auge Respekt. Während der Behandlung werden Sie kontinuierlich begleitet und können jederzeit mit dem Team sprechen. Der eingesetzte Lidsperrer verhindert das Schließen der Augenlider während der Laseranwendung. Bei starker Nervosität kann vorab besprochen werden, ob eine leichte Beruhigung sinnvoll ist.
Moderne Augenlaser verfügen über hochentwickelte Sicherheitssysteme. Der Eye-Tracker überwacht die Augenposition permanent. Kann das System das Auge nicht mehr eindeutig verfolgen, stoppt der Laser automatisch. Dadurch wird verhindert, dass die Behandlung an einer falschen Stelle fortgesetzt wird.
