Nach dem Augenlasern sollten Sie vor allem eines vermeiden: die Augen zu reiben, sie unnötig zu belasten oder die Nachsorge auf die leichte Schulter zu nehmen. In den ersten Tagen verzichten Patientinnen und Patienten in der Regel auf Augenreiben, Wasser und Seife im Augenbereich, Augen-Make-up, Sport, Schwimmbad und Sauna.

Vielleicht haben Sie die Behandlung gerade hinter sich, oder sie steht in den nächsten Wochen an. In beiden Fällen ist es völlig normal, dass Sie sich fragen, was nun erlaubt ist und was nicht. Dieser Ratgeber beantwortet diese Fragen ausführlich und verständlich: Was passiert in Ihrem Auge während der Heilung? Worauf sollten Sie in den ersten Stunden, Tagen und Wochen achten? Und woran erkennen Sie, dass alles gut verläuft oder dass Sie sich besser noch einmal melden?

Die gute Nachricht vorab: Das richtige Verhalten nach dem Augenlasern ist gut umsetzbar. Es erfordert keine strenge Bettruhe und keinen wochenlangen Verzicht auf Ihren Alltag. Es braucht vor allem Aufmerksamkeit, ein wenig Geduld und die Bereitschaft, Ihrem Auge die Zeit zu geben, die es zum Heilen braucht.

Warum das Verhalten nach dem Augenlasern so wichtig ist

Beim Augenlasern wird die Hornhaut Ihres Auges mit einem Laser so verändert, dass sich die Lichtbrechung verbessert und Sehfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung ausgeglichen werden können. Die Hornhaut ist das klare „Fenster“ an der Vorderseite des Auges und eines der empfindlichsten Gewebe unseres Körpers. Sie ist dicht mit feinen Nervenenden durchzogen, was auch erklärt, warum sich schon ein winziges Staubkorn so unangenehm anfühlen kann.

Nach dem Eingriff beginnt die Heilung. Je nach Verfahren heilt dabei entweder die Hornhautoberfläche nach, ein feiner Zugang verschließt sich oder die oberste Zellschicht erneuert sich. In dieser Phase ist das Auge empfindlicher als sonst. Äußere Einflüsse wie Druck, Schmutz, Keime oder Reizstoffe können den Heilungsverlauf stören. Genau darum geht es bei den Verhaltensregeln: Sie sollen Ihr Auge in der sensiblen Phase schützen, Infektionen und Reizungen vorbeugen und dazu beitragen, dass das Ergebnis der Behandlung stabil bleibt.

Wichtig zu wissen: Es gibt nicht die eine Regel für alle. Welche Einschränkungen gelten und wie lange, hängt vom Verfahren, von Ihrer persönlichen Ausgangssituation und vom Heilungsverlauf ab. Die Anweisungen Ihres Behandlungsteams haben deshalb immer Vorrang vor allgemeinen Hinweisen, auch vor denen in diesem Artikel.

Die wichtigsten Dinge im Überblick: Was Sie nach dem Augenlasern generell vermeiden sollten

Diese Punkte gelten in der Regel für die ersten Tage bis Wochen.

  • Die Augen reiben, drücken oder berühren
  • Leitungswasser, Seife und Shampoo direkt ins Auge bekommen
  • Augen-Make-up, Wimperntusche und Gesichtscreme im Augenbereich verwenden
  • Intensiven Sport und Kontaktsport ausüben
  • Schwimmbad, Sauna, Whirlpool und Meer besuchen
  • Sich ungeschützt starker Sonne und UV-Strahlung aussetzen
  • In staubiger, verrauchter oder stark klimatisierter Umgebung bleiben
  • Stundenlang ohne Pause auf Bildschirme schauen
  • Selbstständig Auto fahren, bevor die Ärztin oder der Arzt es erlaubt hat
  • Verordnete Augentropfen vergessen oder eigenmächtig absetzen
  • Kontrolltermine versäumen

Die ersten Stunden nach der Behandlung

Direkt nach dem Augenlasern fühlen sich die Augen bei vielen Patientinnen und Patienten ungewohnt an. Berichtet werden häufig ein leichtes Fremdkörpergefühl, ein Brennen, Tränen, Lichtempfindlichkeit oder ein leicht verschwommener Seheindruck. Das kann in den ersten Stunden normal sein und lässt in der Regel nach.

Für diese Zeit gilt:

Ruhen Sie sich aus. Gönnen Sie Ihren Augen nach dem Eingriff eine Pause. Viele Menschen empfinden es als angenehm, die Augen zu schließen, zu schlafen oder entspannt Musik oder einen Podcast zu hören. Das Auge muss in dieser Zeit nicht „arbeiten“.

Lassen Sie sich begleiten. Planen Sie die Heimfahrt so, dass Sie nicht selbst fahren müssen. Nach der Behandlung ist Ihr Sehen vorübergehend eingeschränkt, und je nach Ablauf wurden Ihnen möglicherweise Medikamente zur Entspannung gegeben. Eine Begleitperson und etwas Ruhe zu Hause sind deshalb eine gute Vorbereitung.

Tragen Sie die Schutzvorrichtung wie empfohlen. Je nach Verfahren erhalten Sie eine Schutzbrille oder Schutzschalen für die Nacht. Diese verhindern, dass Sie im Schlaf unbewusst am Auge reiben oder drücken. Tragen Sie sie so lange und so konsequent, wie Ihr Behandlungsteam es Ihnen empfohlen hat.

Nutzen Sie die Augentropfen genau nach Plan. Meist erhalten Sie entzündungshemmende, antibakterielle und befeuchtende Tropfen. Halten Sie die Reihenfolge, die Abstände und die Dauer ein, die Ihnen genannt wurden.

Verhalten nach dem Augenlasern im Detail: Was darf man nicht?

Augen reiben: Das wichtigste Tabu

Das Reiben der Augen ist der häufigste Fehler nach der Behandlung und gleichzeitig der, den man am leichtesten vermeiden kann. Gerade weil das Auge in den ersten Stunden juckt, brennt oder sich fremd anfühlt, ist der Impuls zu reiben groß.

Der Grund für das strikte Reibeverbot: Je nach Verfahren kann Druck von außen die frisch behandelte Hornhaut belasten. Bei der LASIK-Methode wird ein feiner Hornhautdeckel (Flap) angelegt, der in den ersten Tagen und Wochen noch nicht fest verwachsen ist. Reiben kann ihn im ungünstigen Fall verschieben. Bei oberflächlichen Verfahren wie der Trans-PRK muss sich die oberste Zellschicht erst neu bilden, und Reiben kann diesen Prozess stören.

Was stattdessen hilft: Wenn das Auge juckt oder sich trocken anfühlt, setzen Sie die befeuchtenden Tropfen ein, die Ihnen empfohlen wurden. Tupfen Sie überlaufende Tränenflüssigkeit nur vorsichtig am äußeren Augenwinkel mit einem sauberen Taschentuch ab, ohne auf das Auge zu drücken.

Wasser, Seife und Duschen

In den ersten Tagen sollte kein Leitungswasser, keine Seife und kein Shampoo ins Auge gelangen. Leitungswasser ist nicht steril und kann Keime enthalten. Auch Duschgel oder Shampoo können das empfindliche Auge reizen.

Duschen ist in der Regel möglich, solange Sie darauf achten, dass das Gesicht und besonders die Augen nicht direkt vom Wasserstrahl getroffen werden. Viele Patientinnen und Patienten waschen in den ersten Tagen das Gesicht mit einem sauberen, feuchten Tuch und lassen die Augenpartie dabei aus. Haare waschen gelingt oft am einfachsten mit zurückgelehntem Kopf, ähnlich wie beim Friseur. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam, ab wann normales Gesichtwaschen wieder möglich ist.

Augen-Make-up und Gesichtspflege

Auf Augen-Make-up wie Lidschatten, Eyeliner und Wimperntusche sollten Sie in der Regel für etwa eine Woche oder auch länger verzichten, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es erlaubt. Make-up-Partikel, Pinselreste und Rückstände beim Abschminken können das Auge reizen und Keime einbringen. Auch Wimpernverlängerungen, Wimpernzangen, Wimpernfärbungen und Permanent-Make-up im Augenbereich sollten Sie erst nach Rücksprache wieder anwenden.

Auch bei Cremes, Seren und Gesichtswasser lohnt Vorsicht. Meiden Sie in den ersten Tagen die Augenpartie bei der Pflege, und achten Sie darauf, dass nichts ins Auge läuft. Parfüm und Haarspray sollten Sie nicht in Augennähe versprühen.

Sport und körperliche Belastung

Leichte Bewegung wie ein ruhiger Spaziergang ist meist bereits kurz nach dem Eingriff möglich. Anstrengender Sport sollte dagegen in der Regel für eine Weile pausieren. Schweiß kann in die Augen laufen und brennen, und starke Erschütterungen oder Druck sind für das heilende Auge nicht ideal.

Als grobe Orientierung gilt häufig: Leichtes Training ist nach einigen Tagen bis etwa einer Woche oft wieder möglich, sofern Ihr Behandlungsteam zustimmt. Kontaktsportarten, bei denen Bälle, Ellenbogen oder Hände ans Auge gelangen können, wie Fußball, Handball, Basketball, Kampfsport oder Squash, sollten Sie meist deutlich länger meiden, oft mehrere Wochen. Das gleiche gilt für Sportarten mit Verletzungsrisiko wie Klettern oder Radfahren ohne Schutzbrille bei Staub und Wind. Eine konkrete Freigabe erhalten Sie bei den Kontrolluntersuchungen.

Schwimmbad, Sauna, Whirlpool und Meer

Schwimmbäder, Whirlpools und Saunen sind in den ersten ein bis zwei Wochen, teilweise auch länger, tabu. Chlorwasser kann die Augen reizen, und in Becken, Thermen und Badeseen können Keime vorkommen, die eine Infektion begünstigen können. Auch Salzwasser im Meer belastet das heilende Auge. Die intensive Hitze in der Sauna kann die Augen zusätzlich austrocknen.

Planen Sie deshalb den Urlaub oder den Schwimmbadbesuch nach dem Augenlasern mit etwas Abstand zur Behandlung ein. Fragen Sie vorab, ab wann Sie wieder ins Wasser dürfen und ob eine Schwimmbrille für den Anfang sinnvoll ist.

Sonne und UV-Strahlung

Nach dem Augenlasern sind die Augen häufig lichtempfindlicher als gewohnt. Eine hochwertige Sonnenbrille mit UV-Schutz kann deshalb im Alltag angenehm sein und schützt das Auge zusätzlich vor Wind, Staub und Blendung. Direktes Sonnenlicht, Solarium und intensive UV-Strahlung sollten Sie in den ersten Wochen meiden. Gerade im Urlaub, beim Wintersport oder am Wasser, wo sich Licht zusätzlich spiegelt, ist eine gute Sonnenbrille empfehlenswert.

Staub, Rauch, Wind und trockene Luft

Reizstoffe in der Luft können das Auge in der Heilungsphase belasten. Meiden Sie in den ersten Wochen nach Möglichkeit staubige Baustellen, Räume mit starkem Zigarettenrauch, Lagerfeuer, Grillrauch, stark klimatisierte Räume und trockene Heizungsluft. Auch Gartenarbeit, Renovierungen und Putzarbeiten mit Aufwirbelung von Staub sollten Sie zunächst verschieben oder, wenn nötig, mit Schutzbrille ausführen.

Eine Raumluft mit ausreichender Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges Lüften können dazu beitragen, dass sich die Augen angenehmer anfühlen. Zugluft, etwa im Auto oder durch Ventilatoren, sollten Sie nicht direkt aufs Gesicht richten.

Bildschirmarbeit, Lesen und Fernsehen

Bildschirme sind nach dem Augenlasern nicht verboten, aber sie sind eine Herausforderung für das Auge. Beim konzentrierten Schauen blinzeln wir deutlich seltener, wodurch die Augen schneller austrocknen. Nach der Behandlung ist die Tränenfilmbildung ohnehin oft vorübergehend gestört.

Am Tag der Behandlung und am Tag danach empfiehlt es sich in der Regel, die Bildschirmzeit so gering wie möglich zu halten. Danach können Sie schrittweise wieder starten, etwa mit kurzen Phasen und regelmäßigen Pausen. Eine hilfreiche Faustregel lautet die 20-20-20-Regel: Schauen Sie alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf einen Punkt in etwa 6 Metern Entfernung. Bewusstes, häufiges Blinzeln und befeuchtende Tropfen können den Komfort zusätzlich verbessern. Viele Berufstätige kehren je nach Verfahren und Beschwerdebild nach wenigen Tagen zur Arbeit zurück, bei Bildschirmberufen manchmal erst mit etwas Verzögerung. Auch hier gilt: Die Empfehlung Ihres Behandlungsteams ist maßgeblich.

Autofahren

Selbst Auto fahren sollten Sie unmittelbar nach der Behandlung nicht. Ihr Sehen kann schwanken, das Auge ist lichtempfindlich, und Blendung bei Dunkelheit kann in den ersten Tagen stärker auffallen. Zudem erhalten Sie am Behandlungstag in der Regel Augentropfen und gegebenenfalls Medikamente, die die Reaktionsfähigkeit beeinflussen können.

Ab wann Sie wieder fahren dürfen, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bei der Kontrolluntersuchung. Viele Patientinnen und Patienten dürfen nach einem kurzen Zeitraum wieder ans Steuer, wenn die Sehschärfe ausreicht und kein Beschwerdebild dagegen spricht. Besprechen Sie das Thema besonders offen, wenn Sie beruflich viel fahren.

Alkohol, Rauchen und Medikamente

Ein Glas Wein am ersten Abend ist keine gute Idee. Alkohol kann den Körper entwässern und die Augen zusätzlich trocken wirken lassen, und er kann sich mit Medikamenten oder Beruhigungsmitteln aus dem Behandlungstag überschneiden. Verzichten Sie daher zumindest in den ersten Tagen auf Alkohol, und klären Sie vorab, wie lange Sie nach einer Sedierung abwarten sollten. Auch Zigarettenrauch reizt die Augen und kann die Heilung beeinträchtigen. Falls Sie rauchen, sind die ersten Wochen nach dem Augenlasern eine gute Gelegenheit, den Konsum zu reduzieren.

Nehmen Sie dauerhaft Medikamente ein, setzen Sie diese nicht ohne Rücksprache ab. Informieren Sie Ihr Behandlungsteam vorab über alles, was Sie einnehmen.

Schlafen und Schlafposition

Die erste Nacht nach dem Augenlasern gehört dem Schutz Ihrer Augen. Tragen Sie die Schutzbrille oder die Schutzschalen, falls diese vorgesehen sind. Viele Menschen empfinden eine Rückenlage mit leicht erhöhtem Kopf als angenehm. Vermeiden Sie es, auf dem Bauch zu schlafen oder mit dem Gesicht ins Kissen zu drücken. Das schützt das Auge vor ungewolltem Druck. Ein frisch bezogenes Kopfkissen ist zudem hygienischer.

Fliegen und Reisen

Flugreisen sind nach dem Augenlasern in der Regel nach kurzer Zeit wieder möglich. Allerdings ist die Luft in Flugzeugkabinen sehr trocken, was Augen zusätzlich belasten kann. Wenn Sie eine Reise planen, sprechen Sie das Datum am besten schon vor der Behandlung an, damit Termine für die Nachkontrollen und der Reisezeitpunkt zusammenpassen. Befeuchtende Augentropfen gehören dann unbedingt ins Handgepäck.

Augentropfen und Kontrolltermine

Zwei Dinge, die Sie nicht auslassen sollten: die Augentropfen und die Nachsorgetermine. Die verordneten Tropfen unterstützen die Heilung, beugen Entzündungen vor und halten das Auge feucht. Setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab, auch wenn sich das Auge schon gut anfühlt. Achten Sie außerdem auf Hygiene: Waschen Sie vor jeder Anwendung gründlich die Hände, und berühren Sie mit der Tropfenspitze weder das Auge noch die Wimpern.

Die Kontrolluntersuchungen sind keine Formalität. Dabei prüft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, wie die Hornhaut heilt, wie sich Ihre Sehschärfe entwickelt und ob Sie Ihre Einschränkungen lockern dürfen. Auch wenn Sie sich bereits wieder gut sehen und fühlen, kann nur die Untersuchung zuverlässig zeigen, ob alles nach Plan verläuft.

Verhalten nach dem Augenlasern je nach Verfahren

Die grundlegenden Regeln sind bei allen Verfahren ähnlich. Unterschiede gibt es vor allem bei der Dauer der Einschränkungen und bei der Erholungszeit.

Nach einer Femto-LASIK-Behandlung: Hier wird ein feiner Hornhautdeckel angelegt, der nach dem Laser wieder zurückgelegt wird. Das Sehen erholt sich häufig vergleichsweise schnell, viele Patientinnen und Patienten berichten bereits nach wenigen Stunden bis Tagen über eine deutliche Verbesserung. Weil der Flap in der Anfangszeit empfindlich ist, steht das Reibeverbot und der Schutz vor Stößen besonders im Vordergrund.

Nach einer SMILE®pro-Behandlung: Bei diesem Verfahren wird über einen sehr kleinen Zugang gearbeitet, ohne dass ein Flap entsteht. Dadurch gelten bei Sport und Belastung in der Regel etwas lockerere Vorgaben als bei der LASIK. Auch hier sollten Sie die Augen nicht reiben und die Tropfen konsequent anwenden.

Nach einer Trans-PRK-Behandlung: Bei diesen oberflächlichen Verfahren muss sich die oberste Hornhautschicht neu bilden. Das kann die ersten Tage unangenehmer machen, etwa mit stärkerem Brennen und Lichtempfindlichkeit, und die Sehschärfe erholt sich oft etwas langsamer. Häufig wird dafür eine Verbandskontaktlinse eingesetzt, die Sie keinesfalls selbst entfernen sollten. Die Einschränkungen gelten meist über einen etwas längeren Zeitraum.

Ob und welches Verfahren für Sie infrage kommt, klärt die Ärztin oder der Arzt in der persönlichen Voruntersuchung.

Zeitplan: Wann ist was wieder erlaubt?

Die folgende Übersicht dient der Orientierung. Sie ersetzt keine individuelle Empfehlung.

  • Am Behandlungstag: Ruhe, Schutzbrille bzw. Schutzschalen, Tropfen nach Plan, kein Reiben, keine Bildschirme, nicht selbst fahren
  • Erste 24 bis 48 Stunden: Kontrolltermin wahrnehmen, Bildschirmzeit gering halten, kein Wasser und keine Seife ins Auge, Sonnenbrille tragen
  • Erste Woche: Kein Augen-Make-up, kein Schwimmen, keine Sauna, kein intensiver Sport, Staub und Rauch meiden, Tropfen weiter anwenden
  • Erste zwei bis vier Wochen: Kontaktsport weiter meiden, UV-Schutz beachten, regelmäßige Kontrollen, Lockerungen nur nach Freigabe
  • Ab einigen Wochen bis Monaten: In der Regel kehrt der Alltag schrittweise vollständig zurück, die Nachkontrollen bleiben bestehen und werden an Ihren Verlauf angepasst

Was ist normal und wann sollten Sie sich melden?

Nach dem Augenlasern sind gewisse Beschwerden häufig und in der Regel kein Grund zur Sorge. Dazu können gehören:

  • leichtes Fremdkörpergefühl oder Brennen
  • vermehrtes Tränen
  • Lichtempfindlichkeit und Blendung, besonders abends
  • schwankende Sehschärfe, verschwommenes oder leicht „milchiges“ Sehen
  • trockene Augen, vor allem in den ersten Wochen
  • Lichthöfe oder Halos um Lichtquellen in der Dunkelheit

Melden Sie sich dagegen umgehend bei Ihrem Behandlungsteam oder einer augenärztlichen Notfallstelle, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • starke oder zunehmende Schmerzen
  • deutliche Rötung, Schwellung oder Eiter bzw. gelbliches Sekret
  • plötzliche Verschlechterung der Sehschärfe
  • neu auftretende Lichtblitze, Rußregen oder ein „Schatten“ im Gesichtsfeld
  • einen Stoß, Schlag oder eine Verletzung des Auges
  • das Gefühl, dass etwas „verrutscht“ ist, besonders nach unbeabsichtigtem Reiben

Warten Sie in solchen Fällen nicht bis zum nächsten regulären Termin. Eine frühe Kontrolle kann helfen, mögliche Komplikationen rechtzeitig zu erkennen.

Was Ihrem Auge nach dem Augenlasern guttun kann

Neben den Verboten gibt es einiges, was die Heilung angenehmer machen kann:

  • befeuchtende Tropfen nach Plan verwenden, auch wenn das Auge nicht akut trocken wirkt
  • ausreichend trinken, denn eine gute Flüssigkeitszufuhr unterstützt den gesamten Körper
  • bewusst blinzeln, besonders bei Bildschirmarbeit und beim Lesen
  • ausreichend schlafen, denn nachts regeneriert sich auch das Auge
  • eine ausgewogene Ernährung, reich an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren, kann den Körper im Alltag unterstützen
  • eine Sonnenbrille mit gutem UV-Schutz tragen
  • Hände waschen, bevor Sie Ihr Gesicht berühren oder Tropfen anwenden
  • Geduld haben, denn die Sehqualität kann sich in den ersten Wochen noch verändern

Mit etwas Rücksicht zu einem guten Ergebnis nach dem Augenlasern

Das richtige Verhalten nach dem Augenlasern ist keine Hürde, sondern eine Investition in Ihr Ergebnis. Die wichtigsten Regeln lassen sich leicht merken: nicht reiben, Wasser und Reizstoffe fernhalten, auf Make-up, Schwimmbad und intensiven Sport zunächst verzichten, die Augen vor Sonne schützen, die Tropfen zuverlässig anwenden und die Kontrolltermine einhalten. Wenn Sie diese Punkte beherzigen, geben Sie Ihrem Auge die besten Voraussetzungen, in Ruhe zu heilen. Wie stabil das Ergebnis langfristig ist, lesen Sie in unserem Ratgeber Kann sich die Sehkraft nach dem Augenlasern wieder verschlechtern?

Haben Sie Fragen zur Nachsorge oder möchten Sie wissen, welches Verfahren für Sie geeignet ist und wie Ihre persönliche Heilungsphase aussehen kann? Dann sprechen Sie uns gern an. Unser Team berät Sie ausführlich und beantwortet alle Fragen rund um Behandlung und Nachsorge.

Häufig gestellte Fragen zum Verhalten nach dem Augenlasern

In den ersten Tagen und Wochen sollten Sie die Augen nicht reiben, kein Wasser oder Seife ins Auge bringen, auf Augen-Make-up, Schwimmbad, Sauna und intensiven Sport verzichten und sich vor Staub, Rauch und starker Sonne schützen. Zusätzlich sollten Sie nicht selbst Auto fahren, bis Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es erlaubt.

Leichte Bewegung ist häufig schon nach kurzer Zeit möglich. Intensiver Sport sollte in der Regel etwa eine Woche pausieren, Kontaktsportarten häufig mehrere Wochen. Die genaue Freigabe erhalten Sie bei Ihrer Kontrolluntersuchung.

Auf Augen-Make-up sollten Sie meist etwa eine Woche oder länger verzichten. Gesichts-Make-up können Sie oft früher wieder verwenden, wenn die Augenpartie ausgespart bleibt. Fragen Sie bitte bei Ihrer Kontrolle nach.

In der Regel ja, wenn Sie darauf achten, dass kein Wasser, Shampoo oder Duschgel in die Augen gelangt. Viele Patientinnen und Patienten waschen das Gesicht in den ersten Tagen nur vorsichtig mit einem sauberen, feuchten Tuch.

Am Behandlungstag sollten Sie nicht selbst fahren. Wann Sie wieder ans Steuer dürfen, hängt von Ihrer Sehschärfe und Ihrem Heilungsverlauf ab und wird bei der Kontrolluntersuchung entschieden.

Ein komplettes Verbot besteht in der Regel nicht. Am Behandlungstag und am Tag danach sollten Sie Bildschirme aber so wenig wie möglich nutzen. Danach können Sie schrittweise mit Pausen, häufigem Blinzeln und befeuchtenden Tropfen wieder einsteigen.

Schwimmbad, Sauna, Whirlpool und Meer sollten Sie in der Regel mindestens ein bis zwei Wochen meiden, teils auch länger. Ihr Behandlungsteam nennt Ihnen den passenden Zeitpunkt.

Flugreisen sind meist nach kurzer Zeit wieder möglich. Planen Sie die Reise so, dass Kontrolltermine nicht ausfallen, und nehmen Sie befeuchtende Tropfen mit, da die Kabinenluft sehr trocken ist.

Ein einmaliges, leichtes Berühren ist nicht automatisch ein Problem. Bei kräftigem Reiben, Schmerzen, plötzlicher Sehverschlechterung oder dem Gefühl, dass sich etwas verändert hat, sollten Sie sich umgehend bei Ihrem Behandlungsteam melden.

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